Private Equity gewinnt im Mittelstand weiter an Akzeptanz. Das berichtet die Deutsche Beteiligungs AG (DBA). Dies lässt sich an dem hohen Anteil ablesen, den Unternehmensgründer und Familien unter den Verkäufern von Unternehmen an Finanzinvestoren im vergangenen Jahr hatten: Weit mehr als jedes zweite Management-Buy-out (MBO) im mittleren Segment des deutschen Buy-out-Marktes war ein Verkauf eines mittelständischen Unternehmens aus privater Hand oder von einer Familie an einen Finanzinvestor.

Bei 35 der 51 Transaktionen, die über die Bühne gingen, veräußerten Gründer oder Familien ihre Unternehmen an einen Finanzinvestor. Oft war damit auch die Nachfolge durch ein neues Management in der Unternehmensleitung verbunden. Drei Buy-outs gehen darauf zurück, dass Konzerne Randgeschäfte an einen Finanzinvestor veräußert haben. Die verbleibenden 13 MBOs waren Transaktionen zwischen Finanzinvestoren.

Derzeit ist am Private-Equity-Markt kein Unternehmen dominierend. Aus dem Fachbericht „Midmarket-Buy-out“ geht hervor, dass sich für das abgelaufene Jahr gleich fünf Private-Equity-Häuser mit je drei Neu-Investments die Spitzenposition teilen: Dazu gehören Avedon, Borromin, die früher Steadfast hieß, die Beteiligungsgesellschaft Bregal, der schwedische Finanzinvestor IK und das US-amerikanische Haus Riverside.

Hinter der Spitzengruppe folgen sechs weitere Häuser, die im vergangenen Jahr jeweils zwei Deals schafften: Adcuram, ECM, Equistone, HIG, Paragon und Waterland. Die letztgenannten vier zählen auch auf mittlere und lange Sicht zu den aktivsten Private-Equity-Investoren im deutschen Mittelstand. Bregal zählte dabei zu den Käufern, die ein sehr großes Engagement zeigten. Dabei wurden Mehrheitsübernahmen deutscher Unternehmen durch Finanzinvestoren mit einem Transaktionsvolumen zwischen 50 und 250 Millionen Euro gezählt.

„Wir sehen in jedem Jahr neue Wettbewerber“, sagte der Vorstandssprecher der Deutschen Beteiligungs-AG, Torsten Grede. Der Manager bewertet diese Entwicklung auf diese Weise: „Das spricht sowohl für die Attraktivität des Marktes wie auch für eine hohe Wettbewerbsintensität.“

Deutscher Mittelstand bei Investoren immer beliebter